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Triglav aus der Krma im Oktober: über Planika hinauf, über den Mali Triglav hinab

Triglav aus der Krma im Oktober: über Planika hinauf, über den Mali Triglav hinab

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Distanz
21.2 km
Höhengewinn
+2124 m
Dauer
14h 15m
Schwierigkeit
Hard
Ferrata-Ansicht
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Den Weg gehen
Höhenprofil Höchste 2794 m Am niedrigsten 922 m
Höhenprofil: 922–2794 m über 21.2 km.

Unten goldene Lärchen, oben nackter weißer Kalk und auf der Kredarica eine Hütte ohne Wirt. So war der Triglav für uns Mitte Oktober. Das Wetter spielte mit, wir hatten einen klaren, ruhigen Herbsttag. Wir sind ihn in zwei Tagen aus dem Krma-Tal als Runde gegangen. Hinauf an Dom Planika vorbei und durch die Triglavska škrbina, hinunter über den Mali Triglav zur Kredarica und am nächsten Morgen zurück zum Auto.

Parken und Zustieg

In der Krma darf man nur auf den markierten Plätzen parken. Wir standen in der Kurve beim Wassertrog am Ende der Zasipska planina, auf rund 930 Metern. Weitere Plätze gibt es bei der Kovinarska koča und ganz hinten am Talschluss. Der Nationalpark empfiehlt sogar, das Auto schon vor der Taleinfahrt in Kurja vas in Zgornja Radovna stehen zu lassen. Im Auto übernachten ist im ganzen Triglav-Nationalpark verboten.

Los ging es um 7:12, gerade als die Sonne die Grate anzündete. Erst Wald und ein Schotterweg, dann die Wiesen von Vrtača und Malo polje, wo die Lärchen gelb leuchteten. An der Quelle in Zgornja Krma (1.600 m) haben wir Wasser aufgefüllt und Pause gemacht. Etwas oberhalb steht die Hirtenhütte Prgarca. Dort hört das Tal auf und der Berg fängt an.

Konjsko sedlo, Planika und die Scharte

Hinter der Kurica wird es steil, und eine kurze Felsstufe ist bei Nässe richtig unangenehm. Am Konjsko sedlo (2.020 m) waren wir um 11:36, an Dom Planika (2.401 m) kurz vor eins. Planika schließt Ende September, im Oktober also nicht damit rechnen. Von hier quert die Gorjanska pot das Kar Triglavski kot und steigt über Schutt zur Triglavska škrbina (2.655 m) auf. Dann wird es ernst. Eisenstifte, Drahtseile, steiler Fels und Steine, die jeder lostritt, der über dir unterwegs ist. Der slowenische Alpenverein PZS stuft den Weg als sehr schwierig ein und gibt ab Planika 1 h 35 min an. Wir haben gut zwei Stunden gebraucht und standen um 15:36 oben.

Hinunter zur Kredarica

Abgestiegen sind wir auf dem Klassiker über den Mali Triglav (2.738 m). Der Fels ist von unzähligen Sohlen glattpoliert, also auch als Trittsicherer einhängen. Um 17:10 waren wir auf der Kredarica, etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang. Für Tag eins zeigte die Uhr 11,9 km, 2.017 Höhenmeter hinauf und 419 hinunter, zehn Stunden vom Auto bis zur Hütte mit allen Pausen.

Der Triglavski dom ist seit dem 5. Oktober 2026 nicht mehr bewirtschaftet, schlafen kann man aber trotzdem. Die Meteorologen der Wetterstation lassen einen hinein, und es gibt Bett, Einweg-Leintuch und Decke. Geheizt wird nicht, die Küche ist zu und reservieren geht nicht. Essen bringt man selbst mit und den Müll wieder ins Tal. Wasser ist dort selbst im Sommer gesammeltes Regenwasser und knapp, also lieber genug eigenes einpacken.

Tag zwei

Der Morgen ist der eigentliche Grund für die Nacht oben. Flaches Licht auf dem Triglav, die Täler noch im Schatten. Um 7:44 sind wir auf dem Normalweg über die Kalvarija und unter dem Rž abgestiegen, haben in Zgornja Krma unsere Aufstiegsroute wieder erreicht und saßen um 11:33 im Auto. Macht 9,7 km und 1.615 Höhenmeter Abstieg in knapp vier Stunden.

Herbst und Ausrüstung

Die Tage sind kurz. Am 17. Oktober ging die Sonne auf der Kredarica gegen 18:20 unter, nach der Zeitumstellung am 25. Oktober ist sie schon gegen fünf weg. Ohne Stirnlampe geht man da nicht los. Eine Kaltfront mit ein paar Zentimetern Neuschnee reicht, und am Gipfelaufbau braucht man Steigeisen und Pickel. Vor der Anfahrt lohnt ein Blick auf stanje-poti.pzs.si. In den Rucksack gehören Helm, Gurt und Klettersteigset, dazu warme Schichten, Handschuhe, eine Karte und reichlich Proviant und Wasser. Oben gibt es gerade nichts zu kaufen.

Den Gipfelaufbau gibt es auf climbing.place auch als eigene Seite, den Klettersteig von der Kredarica auf den Triglav.

Routentyp: Loop
Beste Monate: Jul Aug Sep Oct
Maximale Höhe: 2865 m
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